Hessisch-Niedersächsische Allgemeine
14. Juni 2010

(...) Wöhler steht für eine moderne positive Stimmung, die sich ihrer Vergangenheit nicht schämt. Er nimmt „Imagine“ auf die Reise in die Zukunft, verpasst dem Klassiker ein luftiges Bossa-Kleidchen und hält die Erinnerung an die John-Lennon-Vision einer friedlichen Welt am Leben. Mit seiner Begeisterung am Vortrag formt er die Songs von The Cure, U2, Robert Johnson und Michael Jackson von einer künstlerischen Interpretation zu einer inbrünstigen Hommage.

Mit dem Kontrabassisten Olaf Casimir, dem Pianisten Kai Fischer und dem Gitarristen Mirko Michalzik dribbelt sich ein geschmeidiges Ensemble an seiner Seite durch verschiedene Stile, ohne das Tor aus den Augen zu verlieren. (...) Mit stürmischem Applaus würdigte man eine Band, die erfolgreich nach alten Schätzen gräbt, um damit neue Häuser zu bauen.

Andreas Köthe

Badische Zeitung
24. Oktober 2009

(...) Gustav Peter Wöhler ist ein Ereignis, einer der sich reinhängt in seine Songs und wirklich das letzte gibt. (...) Wenn die Interpretation dann noch eine gute ist, so wie dies bei Wöhler der Fall ist, dann ist das Konzert eines, das unvergessen bleibt. Mal nah am Original, mal weiter weg, die Musiker sind ziemlich frei in ihrer Bearbeitung der Stücke. Fast des Guten zu viel ist Johnny Cashs »Ring of Fire«. Zur Western-Oper ist es geworden, voller flirrender Klänge mit einer stetig sich wandelnden Stimme, die hier ziemlich wenig Ähnlichkeit mit der des Rauhbeins Johnny Cash hatte. Cat Stevens »Moonshadow« ist hingegen schlichtweg genial interpretiert. Das Stück wird mit arabischer Musik versetzt und verbindet somit Cat Stevens mit seiner neuen Identität als Yussuf Islam. Wöhler zeigt hier sein komisches Talent, wofür er nur ein Handtuch braucht. Ein Höhepunkt des Konzerts – und dies in der Zugabe. Gustav Peter Wöhler weiß eben auch in der Kunst der rechten Dramaturgie bestens Bescheid.

Badisches Tagblatt
23. Oktober 2009

(...) Überhaupt die Band: Bassist Olaf Casimir und Pianist Kai Fischer und neuerdings Gitarrist Mirko Michalzik bilden eine homogene, traumwandlerisch sichere Einheit. Einfallsreiche Arrangements auf luftigem Jazz-Nährboden setzen sie unaufdringlich souverän um, die Soli enthüllen ihre Klasse. Gemeinsam treiben sie der »Rentnerband« Rolling Stones die Flausen aus, umso eindringlicher flutet John Lennons Hymne »Imagine« ins Ohr. Wöhlers tänzerische Einlagen fallen mitunter etwas linkisch aus, nichtsdestotrotz verursachen seine minutenlangen Pirouetten Schwindelgefühle. Sein Charme indes ist umwerfend wie auch seine schauspielerische Gewandheit. Die gegenseitige Liebe war groß, was sich auch an den nicht enden wollenden Zugaben zeigte. Lieblingslieder mit Herz für den Bauch - in dem es noch lange kribbelte.

Nürnberger Nachrichten
20. Oktober 2009

(...) Kein Frage, der Mann hat Stil und Geschmack. Denn er wählt zielsicher die schönsten Pop-Songs der letzten Jahrzehnte aus und verwandelt sie sich auf ganz persönliche Weise an. Der erste Teil des Programms, der sich auf die 60er und 70er Jahre konzentriert, ist grandios, der zweite immer noch gut, aber etwas beliebig. Wöhler verbeugt sich vor den Idolen seiner Jugend und gönnt sich sein eigenes Wunschkonzert. (...) Die eigentliche Attraktion ist die hervorragende Band mit dem Pianisten Kai Fischer, dem Kontrabassisten Olaf Casimir und dem Gitarristen Mirko Michalzik. Die Virtuosen hauchen den mehr oder minder bekannten Pop-Songs mit Witz, Swing und Jazz-Feeling neues Leben ein, so wie auch Wöhler selbst mit leichter Jazz-Phrasierung singt. Das Ergebnis ist umwerfend. (...)

Augsburger Zeitung
19. Oktober 2009

Zwischen Leidenschaft und Charme

(...) Wöhler spielt bekannte Songs nicht einfach nach, sondern zeigt Respekt. Und er besitzt die Gabe, seine Leidenschaft für die Musik, die ihn seit dem fünften Lebensjahr begleitet, ans Publikum weiterzugeben. Das feiert diesen außergewöhnlichen Künstler am Ende des dreistündigen Abends bei Applaus im Stehen. Kurz und gut: Ein Abend zum Niederknien.

Südwest Presse
19. Oktober 2009

(...) Wer ein guter Sprecher ist, muss nicht automatisch gut singen können. Wöhler kann. Das kommt einerseits daher, dass er schon immer in Bands aktiv war, andererseits weiß er, wie man eine Nummer dramatisch aufbaut und wie man Präsenz ausstraht. Da wiederum kommt der Schauspieler in ihm zu seinem Recht. (...) Der ausgezeichnete Gitarrist Mirko Michalzik ist neu bei Wöhler, den Fans, die auch Stefan Gwildis mögen, aber ein alter Bekannter. Am Bass wirkt »Mister Bass« Olaf Casimir und als Pianist ist Kai Fischer in Aktion, dessen Orgelsolo zu »Son of a Preacher Man« wohl auch Brian Augers Wohlgefallen gefunden hätte. Trotz dieser Hochkaräter - Gustav Peter Wöhler ist die Seele des Programms, weil er singen kann und weil er so ist, wie er ist. Er ist witzig und manchmal sehr direkt, ein wenig exaltiert, ohne wirklich eitel zu sein. Und damit einfach liebenswert.

Lübecker Nachrichten
3. Oktober 2009

(...)Wenn die Töne aus Wöhler herauspurzeln, er mit ausladenden Gesten und angedeutetem Hüftschwung über die Bühne tänzelt, ihn die Musik seiner Band geradezu durchflutet bis in die Arme, die in raumgreifenden Schlängelbewegungen Wellen in die Luft zeichnen, dann ist das echt. Dann hat er Spaß - und das Publikum auch. Hoch anrechnen sollte man Wöhler, dass er seinen erstklassigen Musikern viel Raum lässt und sich der Mann am Klavier (Kai Fischer), der Bassist Olaf Casimir und der Gitarrist Mirko Michalzik in zahlreichen Soli ebenso austoben können wie ihr Sänger. (...)

Trierischer Volksfreund
29. September 2009

Zurück zu den Wurzeln

(...) Dem kleinen, untersetzten Mann (...) blitzt der Schalk aus den Augen und sichtliche Leidenschaft für das, was er tut, aus allen Poren. Das steckt an, zudem berührt die Intimität und Ehrlichkeit seines Programms "Get Back". Als musikalische Autobiografie vereint es, was Wöhler inspiriert und geprägt hat. (...) Alles in melodisch verjazzten, mit klasse Soli und Improvisationen gespickten Versionen, die fern puren Coverns die Quintessenz der Songs in ganz neuer Qualität zutage fördern. Das Publikum ist hingerissen, nicht nur wegen der Freude, die Wöhler mit seinem eigenem Spaß schenkt.

Der Tagesspiegel
3. Juni 2009

Oldies für alle

(...) Wenn Gustav Peter Wöhler „Lieder für Herz und Seele“ in der Bar jeder Vernunft präsentiert, wird daraus trotzdem kein Kitsch. Da steht er, hemdsärmelig, mit flatternden Händen – oder auch mit sexy Hüftschwung eine Säule umtänzelnd –, und kann nicht anders: schmetternd, schmachtend, seufzend. Und da ist bei aller Inbrunst immer auch die typisch Wöhler’sche Prise Selbstironie, eine sublime Note Anarchie. (...) Gustav Peter Wöhler entkernt die Oldies und lädt sie frisch auf, mit linkisch-natürlicher Eleganz und grundstürzender Ehrlichkeit, mit Charme und Nonchalance. (...)
Christiane Peitz

Landeszeitung Lüneburg
15. April 2008
(...) Wöhler bringt, wo es passt, ein bisschen (Selbst-)Ironie ein oder eine Prise Wehmut, schließlich ist er Schauspieler. Über allem, was er singt und spielt, steht aber der Respekt vor dem Lied, ob es von Randy Newman stammt, von Neil Diamond, von Udo Lindenberg, von Robert Johnson oder oder oder. (...) Hardy Kayser, Olaf Casimir am Bass und Kai Fischer an den Tasten spielen traumwandlerisch sicher um die Songs herum und bringen sich solistisch ein. Alle auf und vor der Bühne sind über gut zwei Stunden glücklich und zufrieden. (...)
Weser-Kurier
10. April 2008
Völlig unnötige Tiefstapelei

(...) Kaum jemand macht sich bekannte Hits so glaubwürdig zu eigen wie er. Stücke von Simon & Garfunkel, den Monkees oder Eric Burdon stehen gleichberechtigt neben solchen von Udo Lindenberg, Echt oder Cindy Lauper. Ihr »True Colors« ist der Titel seines aktuellen Programms, in dem er sogar aus dem Duett »I got you, Babe« eine Wöhler-Nummer macht. Doch nicht nur er ist wahrlich ein Star, auch seine Band verdient höchste Anerkennung für die detailverliebten, zarten Arrangements. (...) Hier und da, wurde feinsinnig reharmonisiert, um Melodiebögen schlüssiger wirken zu lassen. Olaf Casimir am Bass, Pianist Kai Fischer sowie Hardy Kayser an der Akustik-Gitarre drängen sich in der Regel nicht in den Vordergrund, aber lassen bei Gelegenheit ihre besondere Klasse aufblitzen. (...)
Anders Becker

Marburger Neue Zeitung
8. April 2008
Er singt, tanzt, swingt und gestikuliert auf der Bühne: Es war ein Konzert für die gute Laune, das Gustav Peter Wöhler und Band präsentierten. (...) Mit Inbrunst und Variantenreichtum machten Wöhler und seine drei Bandmusiker (...) jedes Lied zu ihrem eigenen Song. Die jazzigen Arrangements überzeugten mit überraschenden Ideen, Witz und Können. Mal sanft, mal rockig, mal mit viel Soul interpretierte Wöhler mit angenehm warmer, aber dennoch leicht rauher Stimme »seine« Lieder. Kayser, Casimir und Fischer (...) bereicherten den Gesang mit erfrischenden und virtuosen Soli.
Sonja Lecher
Oberhessische Presse
6. April 2008

Sexy wie Danny DeVito und mit Leidenschaft für Musik

(...) Von Anfang an riss Wöhler mit seiner Präsenz und der Leidenschaft seines überraschend stimmgewaltigen Vortrags das Publikum mit. (...) Von Rock’n’Roll bis Country, von Pop über Balladen bis Hardrock – Wöhler und seine Begleiter machten aus all den Liedern, die man meist im Original kennt, etwas ganz Neues, ein wunderbares, lebendiges und oft auch heiteres Wiederhören. Dabei war Wöhler neben dem Gesang für die Show zuständig. Der 1,69 große, rundliche Mann mit dem schütteren Haar wirkt nicht gerade wie ein Glamour-Star, und er nutzt das aus, um seine komödiantische Ader auszuleben. Die Gesten und Bewegungen der Stars übertrieb er bewusst, aber dosiert, ohne dabei in Albernheit abzugleiten oder jemals Zweifel an der ernsthaften Hingabe zur Musik aufkommen zu lassen. Dabei wirkte er, nach dem Urteil einiger hingerissener Zuschauerinnen, »sexy wie Danny DeVito«.
Manfred Schubert

Kieler Nachrichten
1. Oktober 2007

Schön wie ein Regenbogen

(...) Wöhler flirtet mit dem Mikroständer, stolziert wie ein Pfau über den Bühnen-Laufsteg, dreht Pirouetten, bietet schauspielerische Kostproben. Und er singt. Soul, Blues, Chanson, Pop, alles ist drin. In seinem Rücken: Die Band mit Hardy Kayser an der Akustik-Gitarre, Olaf Casimir am Kontrabass und Kai Fischer am Flügel. Unaffektiert sitzen sie da, gewähren dem Protagonisten Raum zur Entfaltung, nutzen aber auch ihre Chancen, wenn sie sich solistisch virtuos zeigen. (...) Bunt und schön wie ein Regenbogen ist die heterogene Setliste. (...) Musik ist dem Schauspieler Wöhler kein Nebenschauplatz oder Mittel zum Zweck, sondern exaltierte Leidenschaft. (...)
Henrik Drüner

Siegessäule
10/2007
(...) Die Menschen kommen, um ihren Gustav die alten Hits singen zu hören. Ein Konzert der Gustav Peter Wöhler Band, das ist ein Lieblingsliederabend mit Coverversionen von Elvis über Cindy Lauper bis Rio Reiser. Die Fans lieben den Schauspieler und Musiker, weil er auf der Bühne abgeht. Weil er klein und dick ist und am Schluss »Ich überleb's!« auf die Melodie von »I will survive« singt. Weil er dabei auch noch witzig ist. Weil er beweist, dass man das Leben in den Griff kriegen kann. (...) Wöhler bewegt sich viel auf der Bühne, er tanzt und swingt, und zwischendurch streut er ein paar Ballettposen ein. Fast grazil, aber weil er nun einmal klein und rund ist, wirkt es immer auch komisch. (...) Wöhler schwelgt in »She« von Charles Aznavour. Ob er das wohl so stehen lässt? Macht er nicht. »Wenn das mein Mann wüsste!«, moderiert er ab und lässt das Publikum damit machen, was es will. (...)
Holger Wicht
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine
2. Juli 2007
Die Sterne vom Himmel
Das Quartett kam als Trio und war doch komplett. Nichts und niemand schien zu fehlen. Es sei denn, man versuchte sich vorzustellen, wie die Musik der Drei mit dem vierten Mann geklungen hätte, mit der Gitarre des erkrankten Hardy Kayser: voller, runder, weicher. Aber (...): Wären Bass, Klavier (glänzend: Olaf Casimir, Kai Fischer) und die Stimme dann über sich hinausgewachsen und hätten für uns die Sterne vom Himmel geholt? So aber wuchsen sie von Lied zu Lied und verzauberten das Publikum mit reizvollen Arrangements einiger der schönsten Songs der Popgeschichte. Gustav Peter Wöhler, der Chef-Magier, gab den Takt vor. Wer seine unter die Haut gehende Interpretationen von »Ich überleb's« (I will survive) gehört hat oder die samtweiche, soulige Version von Cindy Laupers »True Colors«, dem werden die Originale nicht mehr viel bedeuten. (...) Standing Ovations für drei großartige Künstler.
Thomas Wessel
Badische Neueste Nachrichten
25. Juni 2007
Für Abende mit Gustav Peter Wöhler und seiner Band könnte man eine Wohlfühlgarantie geben. Ja, man könnte den Besuchern mit bestem Gewissen versprechen, dass sie sich im Laufe des Abends immer wohler - oder in diesem Fall wöhler? - fühlen werden. Da ist (...) ein unschlagbares Repertoire aus der jüngeren Musikgeschichte, Stücke von Jagger/ Richards bis Rio Reiser und anderen. Es sind wahre Perlen, die von dem interessierten, mehrere Altersschichten umfassenden Publikum im voll besetzten Tollhaus über ganze Textpassagen hinweg mitgesungen werden. (...) Gustav Peter Wöhler macht das, was er tut, mit Freude - und das überträgt sich direkt auf die, die ihm zuhören.
Hamburger Abendblatt
23. März 2007
Schillerndes Multitalent
Gustav Peter Wöhler zeigt Herz, Schmerz, Selbstironie, Trauer und Wut. Der singende Schauspieler bekennt im neuen Programm „True Colors“ nicht nur darstellerisch, sondern auch stmmlich „echte Farbe“. Er besticht durch konzentriert leisere, weniger rockige Töne in seiner kontrastscharf komponierten Auswahl der Songs und ihrem glänzenden Arrangement. Auch Hardy Kayser (Gitarre), Olaf Casimir (Bass) und Kai Fischer (Piano) kassieren für ihre brillianten Soli verdienten Szenenbeifall. (...) Einmal mehr bewies Wöhler: Er ist komödiantisch wie musikalisch ein schillerndes Multitalent, dem das Publikum zu Füßen liegt.
Hamburger Morgenpost
23. März 2007
Ein Abend der eher leisen Töne
Schwarzer Anzug, weißes Hemd. Bei diesem Mann würde man bedenkenlos eine Hausratversicherung abschließen – wenn nur die Sneakers und der Fransenschal nicht wären. Gustav Peter Wöhler liebt den dezenten Stilbruch und auch die altbekannten Songs wie „Jumpin’ Jack Flash“ von den Rolling Stones oder Johnny Cash’ „Ring of Fire“ (...) werden erst mal gründlich zu feinen akustisch Arrangements umgemodelt, bevor ihnen Wöhler mal verträumt lasziv, mal groovig gurgelnd Würze verleiht. (...) Wenn der Sänger in Randy Newmans „Short People“ einen verkürzten Mikrofonständer benutzt, hat er uns mit seiner Selbstironie wieder eingefangen. Er steht eben immer ein bisschen neben sich. Manchmal ist das schade, oft aber auch herrlich.
Volksblatt Liechtenstein
2. Juni 2006
(...) Die Instrumentalisten waren hervorragend, und Wöhler als Sänger zu unterschätzen täte ihm unrecht. Trotz aller humorigen Lockerheit im Umgang mit den alten Lieblingsliedern erwies er sich etwa bei Laupers „Time After Time“ oder „I Will Survive“ in der deutschen Fassung von Dunja Raiter als ernsthafter Liedinterpret mit Tiefgang. Nach dem das reguläre Programm abschließenden „Norwegian Wood“, bei dem Wöhler den Text etwas durcheinander brachte, applaudierten die ersten Zuhörer im Stehen. Zwei Sets mit Zugaben folgten, die Wöhler und Band jeweils stehende Ovationen eintrugen. Ein sehr persönliches Programm, professionell und mit sehr viel Charme dargeboten.
Liechtensteiner Vaterland
2. Juni 2006
(...) Gustav Peter Wöhler hat mit seinen reizvollen Interpretationen der bekannten Songs eine eindrückliche Art, unmittelbare Gefühle zu vermitteln. Er „lebte“ die Texte, mal festig, mal wieder voller Wehmut. Er nahm auch, vom begeisterten Publikum begleitet, die „Hard-Rocker“ gehörig auf die Schippe. (...) An diesem Abend blieb kaum ein Eindruck an der Oberfläche. Es war Rock und Pop mit Erlebnistiefe und mitreißendem Spaß. Die fantastisch präzisen Jazz-Interpretationen der drei jungen Musiker rundeten das Bild, indem sie sich bei den Songs zurücknahmen, um dann, als der Sänger ihnen Gelegenheit gab, zur solistischen Hochform aufzulaufen.
Badische Neueste Nachrichten
19. Mai 2006
Hier steppt der Waschbär
(...) Mit viel Spaß an der Bühnenarbeit wird eine enorme vokale und instrumentale Bandbreite aufgefahren. Von Johnny Cashs „Ring of Fire“, das stilecht mit Country-Gefühl aufwarten kann, bis hin zu „Sex, Musik und Prügeleien“ von Rocko Schamoni, das als Hamburger Antwort auf die altbekannte Devise „Sex, drugs and Rock’n’Roll“ verstanden werden darf. Doch nicht sein musikalisches Talent allein bringt Wöhler den entscheidenden Sympathiepunkt – es gibt auch einiges fürs Auge. Wirbelwind und Stehaufmännchen zugleich, lässt er seine Hüften im Takt kreisen, verführt trotz „Waschbärbauch“ lasziv das Publikum und tanzt, als gäbe es kein Morgen. Man merkt, der Mann ist Schauspieler. Mit viel Schmackes und entrücktem Blick intoniert er „Short People“ von Randy Newman (es lebe die Selbstironie!), bevor er später eine Modelparodie von Claudia Schiffer und Heidi Klum aufs Parkett legt. (...)
Elisa Reznieck
Bonner General-Anzeiger
16. Mai 2006
(...) Seine Versionen bewegen sich selten in der Nähe des Originals; sie besitzen einen ganz eigenen Charme und sind manchmal sogar bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, denn die famose Begleitband startet immer wieder zu ausgedehnten Improvisationen durch. Aber eines haben die Stücke gemeinsam: die große Leidenschaft, die (Selbst-) Ironie und die Stimmgewalt Wöhlers. (...) Die Grenze zur Parodie wird dabei hier und da überschritten, aber Wöhler driftet nie in Albernheiten ab. Er kriegt die Kurve und zeigt, dass er auch ruhige und melancholische Klänge beherrscht. Seine Interpretation von Cindy Laupers „Time after Time“ ist von einer emotionalen Tiefe, die anderen Coverversionen dieses Evergreens abgeht. (...)
Dominik Pieper
Bonner Rundschau
20. Mai 2006
(...) Die Selbstironie, mit der er seine Dickleibigkeit zur Schau stellt, ist aber nur die halbe Miete für seinen beeindruckenden Auftritt als „Gangster of Love“ im Pantheon. Nicht nur als schräger Entertainer, sondern auch als stimmgewaltiger Interpret von Songs aus den guten alten Tagen des Rock’n’Roll hat sich der Schauspieler in den vergangenen zwei Jahren mit seiner Band einen Namen gemacht. Wenn Wöhler „Come together“ von den Beatles oder „Mrs. Robinson“ von Simon & Garfunkel singt, ist es zugleich eine tiefe Verbeugung vor den „schönsten Songs aller Zeiten“ und augenzwinkernde Persiflage – nicht zuletzt der eigenen Person. (...)
Neue Osnabrücker Zeitung
22. Mai 2006
Viele Asse im Ärmel
(...) Umso spannender ist es, Gustav Peter Wöhler als Frontmann der eigenen Band zu erleben. Ruhig? Zurückhaltend? Nein. Charmantes Lächeln wechselt ab mit Posen als sexy Tänzer, vom lockeren Plauderer und Freund zotiger Scherze wird er zum Melancholiker. Und er singt. Soul, Blues, Chanson, Pop, alles ist drin. Aber zum gelungenen Gesamtpaket braucht es mehr, und Wöhler hat noch drei Asse im Ärmel – seine Band. Unaffektiert und ruhig sitzen sie da und musizieren weitgehend ohne elektronisches Gedöns: Hardy Kayser an der Akustik-Gitarre, Olaf Casimir am Kontrabass und Kai Fischer am Flügel, nur manchmal zum Keyboard wechselnd. Sie halten sich zurück, wenn ihr Sänger Raum zur Entfaltung braucht, aber dann nutzen sie wieder ihre Chance, sich solistisch virtuos zu präsentieren. Ihr lustvolles Zusammenspiel ist der zweite wichtige Baustein des Abends. (...)
Anne Diekhoff
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