Bühne

GUSTAV PETER WÖHLER

Der Theaterschauspieler

Gustav Peter Wöhler gehört seit Jahren zu den bekannten Gesichtern der deutschen Theater-, Kino- und Fernsehszene. Nach seiner Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum ging er 1981 an das Schauspielhaus Bochum bei Claus Peymann. 1982 wechselte er ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg. Hier war er 14 Jahre Ensemblemitglied und arbeitete mit Regisseuren wie Zadek, Minks, Gotscheff und Castorf. Seit 1996 ist er freier Schauspieler für Film, TV- und Theater.
 

FRAU LUNA

11. Januar – 11. März 2018
Operette in zwei Akten
Premiere am 27. Oktober 2016
Tipi am Kanzleramt Berlin
Regie: Bernd Mottl
Mit Gustav Peter Wöhler, Geschwister Pfister, Pigor und Eichhorn

Berlin feiert das Paul-Lincke-Jahr: der 150ste Geburtstag und der 70ste Todestag des deutschen Operettenkomponisten und Theaterkapellmeister jähren sich 2016. Der Berliner König der Operette ließ sein Meisterstück „Frau Luna“ 1899 im Apollo-Theater uraufführen, inspiriert von seinem zweijährigen Aufenthalt in Paris. 1922 erlangte sein Meisterwerk schließlich seine Endfassung. Die bekanntesten Lieder dieser Operette wie „Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft“ oder das Duett „Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe“ sind Ohrwürmer bis in die heutige Zeit. Auch wenn Lincke als der Jacques Offenbach Berlins gefeiert wurde, seine Figuren sind echte Berliner, verwurzelt in ihrer Stadt und ihrer Sprache. Linckes Interesse galt der liebevollen Betrachtung der kleinbürgerlichen und proletarischen Szenerie Berlins. Seine Protagonisten streben weit in die Ferne und suchen neue Erfahrungen, um dann festzustellen, „dass es zu Hause doch am schönsten ist“.

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DAS FEST

19. Januar – 17. April 2018
Schauspiel nach dem gleichnamigen Film von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov
Premiere am 19. Januar 2018
Landestheater Detmold
Inszenierung: Martin Pfaff
Mit Gustav Peter Wöhler

Helge, Patriarch der Familie Klingenfeld- Jansen, wird 60 Jahre alt! Dass so ein Ehrentag gebührend gefeiert werden muss, steht außer Frage. So finden sich neben den drei Kindern des Jubilars – Anhang inklusive – auch nahe und ferne Verwandte sowie Bekannte der Familie auf dem ländlich- idyllischen Anwesen der Klingenfeld- Jansens ein, um dem Familienoberhaupt zu gratulieren. Doch die verordnete Familienidylle hält nicht lang: Der jüngste Sohn Michael steckt in einer tiefen Ehekrise. Gbatokai, der neue Freund der Tochter Helene, entspricht nicht den Erwartungen der Gesellschaft und der noch nicht allzu lang zurückliegende Selbstmord der Tochter Linda schwebt wie ein unheilvoller Schatten über den Feierlichkeiten. Als der älteste Sohn Christian seine Laudatio nutzt, um den Gefeierten mit einem ungeheuerlichen Vorwurf zu konfrontieren, ist die Irritation groß: Er beschuldigt den Vater, ihn und seine Zwillingsschwester Linda als Kinder regelmäßig sexuell missbraucht zu haben. Hat Christian etwa den Verstand verloren? Die Festgesellschaft ignoriert erst einmal das Geschehene und feiert weiter. Bis Lindas Abschiedsbrief auftaucht und die Demontage des Familienoberhaupts ihren Lauf nimmt.

Thomas Vinterbergs und Mogens Rukovs Enthüllungsgeschichte über die Abgründe der gutbürgerlichen Gesellschaft sorgte Ende der 1990er Jahre als erste Verfilmung nach den zehn Regeln des “Dogma 95″-Manifests für internationales Aufsehen und bewährte sich auch als beklemmender Stoff auf der Theaterbühne. In der Inszenierung des Landestheaters wird Peter Gustav Wöhler als Gast die Rolle des Patriarchen Helge übernehmen.

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4000 TAGE

Deutschsprachige Erstaufführung

4000-tage
Foto: Jim Rakete

Premiere am 28. März 2017
St. Pauli Theater Hamburg
Regie: Ulrich Waller
Mit Gustav Peter Wöhler, Boris Aljinovic, Judy Winter

Seit drei Wochen liegt Michael wegen eines Blutgerinnsels in seinem Gehirn im Koma. An seinem Krankenbett wachen bei Tag und bei Nacht abwechselnd und manchmal auch gleichzeitig seine Mutter Carol und sein Lebenspartner Paul. Sie verbindet eine abgrundtiefe gegenseitige Abneigung zueinander, denn Carol hat ihrem Sohn nie verziehen, dass er schwul geworden ist und sieht in Paul den Schuldigen. Als Michael erwacht, fehlen ihm elf Jahre seiner Erinnerung. Es sind genau die elf Jahre, die er mit Paul zusammengelebt hat – 4000 Tage.

»…Herrlich, der erste Auftritt von Wöhler! Keiner kann den verdrucksten Biedermann so gut spielen wie er. Der scheele Blick, als er feststellen muss, dass die nervige Fast-Schwiegermutter schon da ist; seine Unsicherheit, wie er mit der Situation umgehen soll; das Umtänzeln der exzentrischen, ständig rauchenden Diva wie Möchtegern-Fakir die giftige Schlange – das ist einfach super!…« kulturport.de